74 Prozent der Immobilienbranche unzufrieden mit eigenem Datenmanagement

74 Prozent der Immobilienbranche unzufrieden mit eigenem Datenmanagement

Wir wollen genauer verstehen, wo der Branche der Schuh drückt. Gemeinsam mit RUECKERCONSULT haben wir deshalb eine Umfrage unter Geschäftsführern deutscher Immobilienunternehmen initiiert. Die Ergebnisse lassen aufhorchen…

 

„Mieterliste_aktuell_2018_07.xlsx“ oder „Mieterliste_final_02_bearbeitet.xlsx“?

Rund drei Viertel der deutschen Immobilienunternehmen sind unzufrieden mit der Struktur und Aufbereitung ihrer Daten. Geht es um die Qualität der Datenaufbereitung von externen Dienstleistern, äußern sich sogar 87 Prozent unzufrieden. Ursache sind häufig heterogene Ablagestrukturen, in denen Dokumente mehrfach in uneindeutiger Version und Datierung vorliegen. Festplatte, Firmenlaufwerk, E-Mail, DVD, Cloud-Server, USB-Stick, Dokumentenmanagementsystem – im Bedarfsfall müssen sämtliche Speicherorte aufwändig durchsucht und die gefundenen Dokumente evaluiert werden. Der Zeitaufwand allein hierfür summiert sich schnell auf ein bis zwei Arbeitstage pro Monat. Der damit einhergehende E-Mail-Verkehr hat es ebenso in sich. 63 Prozent der Befragten erhalten täglich über 20 geschäftliche E-Mails. 72 Prozent bearbeiten zehn und mehr Dokumente jeden Tag, bei zehn Prozent sind es täglich über 40 Dokumente.

Investitionen, die sich lohnen

Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass es beim Datenmanagement der Immobilienbranche noch erheblichen Optimierungsbedarf gibt. Das sehen auch andere so.  Die PwC-Studie „Real Estate Asset Manager Benchmarking Survey 2018“ ermittelt auf die Frage „Wie digital ist Ihre Organisation?“ einen durchschnittlichen Wert von 3,8 (Skala von 1 bis 10). Da ist noch reichlich Luft nach oben. Zugleich sind die verantwortlichen Akteure sensibilisiert für bestehende technische Lösungen. Investitionen ins Datenmanagement zahlen sich umgehend aus: mit höherer Zufriedenheit und damit auch gestiegener Produktivität unter den Mitarbeitern. So gaben 52 Prozent der Befragten an, dass sie in den kommenden zwölf Monaten aktiv in ihr Datenmanagement investieren möchten. Knapp 60 Prozent nannten dabei die automatische Dokumentensortierung als zentrales Anliegen. Mit Technologien der Künstlichen Intelligenz können schon heute Dokumente eingelesen, ausgewertet und kategorisiert werden. Wiederkehrende Routineprozesse lassen sich damit über weite Strecken automatisieren. Damit Asset Manager endlich wieder Assets managen – und nicht Dokumente suchen…


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