Zu Gast be Architrave: Alasco

Der Wert von Daten: Aufbau einer intelligenten Wissensplattform im Immobilienunternehmen

Big Data, Business Intelligence, Künstliche Intelligenz – zahlreiche Industrien profitieren täglich von der intelligenten Datennutzung. Damit ist ein Zukunftsthema längt in der Gegenwart angekommen. Daten liefern die Grundlage beispielsweise für zuverlässige Bewertungen und Prognosen, effiziente Prozessautomatisierung und führen in der Folge zu schnellen und zuverlässigen Entscheidungen. Welche Rolle spielt die wachsende Bedeutung von Daten für Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche? Daten bilden die Grundlage für die erfolgreiche digitale Transformation im Unternehmen. Dadurch entwickeln sie sich zu einem starken Wettbewerbsfaktor: Mit dem größten Erfolg für denjenigen, der bereits jetzt den Wert von Daten für sich nutzt.

Mehr Daten, bessere Entscheidungen

Wie werden Daten intelligent? Individuelle Erfahrungswerte aus früheren Projekten, Ist-Daten laufender Projekte und projektübergreifende Vergleiche: Das Verknüpfen von Projektdaten hält für die Bau- und Immobilienunternehmen wertvolle Erkenntnisse bereit. So spiegeln sich beispielsweise in den Finanzdaten alle wichtigen Projektinformationen wider: Kosten, Budgets und Nachträge bilden Vorgänge im Projekt ab. Jede Planungsänderung oder Verzögerung kann mit einem Eurobetrag beziffert werden. Eine allumfassende Datennutzung und -analyse ermöglicht frühzeitig eine genaue Kostenschätzungen und minimiert dadurch Kostenabweichungen. In jeder einzelnen Projektphase profitieren Teams von einer strukturierten Datenbasis: Beispielsweise lässt sich damit in der Akquise zuverlässig der Return on Invest berechnen, in der Ausführungsphase werden Zeit und Ressourcen optimal verteilt und Umplanungen erfolgen sekundenschnell in Echtzeit.

Schon jetzt verfügt die sogenannte starke künstlichen Intelligenz beispielsweise über Planungs- und Lernfähigkeit, menschliche Kommunikationsskills und logisches Denkvermögen. Das Leistungsvermögen dieser Symbiose aus Mensch und Computer wird in den kommenden Jahren steigen. Doch um Entscheidungsstrukturen für den praktischen Einsatz in Projekten nachzubilden, wird eine Vielzahl an Daten benötigt.

Die Datenbasis: Erfassen, Auswerten und Verknüpfen

Wie sieht der Status Quo der intelligenten Datennutzung in der Immobilienbranche aus? Aufgrund von Medienbrüchen, nicht-standardisierte Prozesse und analoger Dokumentenablagen ist aktuell nur ein Bruchteil der in der Bau- und Immobilienindustrie generierten Daten nutzbar. Welche Auswirkungen das auf die Produktivität eines Unternehmens hat, beleuchtet der Architrave-Blog „Hard facts on Unproductiveness“. Statt intelligenter Datenbanken, füllen Projektteams häufig noch immer digitale oder analoge Aktenordner. Daten sind nicht auswertbar, Optimierungspotenziale bleiben unentdeckt. Das erhöht gleichzeitig die Barriere für die erfolgreiche Anwendung digitaler Lösungen im Unternehmen*. Erst der bewusste Blick ins Archiv, die Übertragung und strukturierte Ablage der Vielzahl an Daten generiert einen wirklichen Mehrwert für das zukünftige Businessmodell. Mehr dazu erfahren Sie im kostenfreien Alasco-Whitepaper: Daten intelligent nutzen.

Mit der Datenerfassung kann zu jeder Zeit und mit jeder vorhandenen Datenmenge im Unternehmen begonnen werden. Je früher aussagekräftige Daten gesammelt werden und je mehr Daten strukturiert  vorliegen, desto stärker profitiert ein Unternehmen von der eigenen Datenintelligenz. In vier Schritten schaffen Projektteams die Grundlage für bessere datengestützten Entscheidungen:

Schritte zu datengestützten Entscheidungen

Schritt 1: Datensammlung

  • An welchen Stellen im Unternehmen werden Daten erzeugt?
  • In welchem Format liegen die Daten vor?

Schritt 2: Datenanalyse

  • Wie laufen die Daten zusammen?
  • Welche Daten besitzen einen Wert für die weitere Analyse?

Schritt 3: Datenstrukturierung

  • Welche Datenerhebungsprozesse müssen optimiert werden?
  • Wie überführe ich unterschiedliche Datenformate in ein System?

Schritt 4: Datenreporting

  • Wie lassen sich die Daten bestmöglich visualisieren?
  • Ist eine zusätzliche Software für die Analyse und Visualisierung notwendig?

Fazit: Datenintelligenz und Digitalisierung

Mit der strukturierten und transparenten Datenablage ist ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung geschafft. Die umfassende Produkt- und Prozessexzellenz erreichen Unternehmen jedoch erst dann, wenn die generierten Daten intelligent verarbeitet werden. Hierbei spielt die erfolgreiche Kooperation mit Anbietern digitaler Lösungen eine große Rolle: Je transparenter und zugänglicher die Unternehmensdaten vorliegen, desto besser können sie in digitalen Lösungen verarbeitet werden. Daraus generiert sich wiederum die Höhe des Mehrwerts für das einsetzende Unternehmen. Es lassen sich schnell Verbesserungs- und Lernprozesse etablieren, gleichzeitig wird eine Datenbank aufgebaut, die als Benchmark genutzt werden kann. Essentielles Wissen wird von einem Projekt auf das nächste transferiert. Immobilienunternehmen, die kluge Kooperationen mit Anbietern moderner Lösungen eingehen, investieren so in die eigene Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität.


*PropTech Germany 2020 Studie

Autor des Gastbeitrags

Sebastian Schuon
Sebastian Schuon

Gemeinsam mit seinen Gründerkollegen von Alasco denkt Sebastian Schuon Finanzprozesse neu. Er studierte Computer Science an der Stanford University und Electrical Engineering an der TU München und hält ein Honors Degree in Technology Management des CDTM.

ARCHITRAVE-API: OFFEN FÜR AUSTAUSCH

API - offen für Austausch

PLÄDOYER FÜR EINE BRANCHENPARTNERSCHAFT UND OFFENE STANDARDS:
Die Digitalisierung der Branche nimmt weiter Fahrt auf. Wer die Entwicklungen im PropTech-Bereich verfolgt, hat in den letzten Wochen eine zunehmende Anzahl von Meldungen über neue Kooperationen und Partnerschaften beobachtet. Meistens sind es zwei Unternehmen, die ihre Lösungen oder Services integrieren oder über eine Schnittstelle (API) miteinander verbinden – die ersten kleinen Schritte in Richtung eines Asset Management Ökosystems. Gute Sache. Aber… lässt sich ein umfassendes Ökosystem wirklich auf „exklusiven“ Partnerschaften aufbauen? – weiterlesen…